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Bahnbetriebswerk Halberstadt
Das Bahnbetriebswerk Halberstadt (Bw Halberstadt) bestand bis 2003 und beherbergte zu Reichsbahnzeiten einen der größten Bestände an Dampfloks der Baureihe 5035. Das Bw Halberstadt war das letzte Dampflok-Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn.

Am 29. Oktober 1988 endete aber auch hier der planmäßige Dampflokeinsatz. Mit der 50 3559 wurde an dem Tag letztmals der Umlauf Halberstadt–Magdeburg–Halberstadt–Thale–Halberstadt gefahren. Die Lokomotive findet heute Verwendung als Bestandteil einer Gastronomie in Erftstadt. Als Traditionslok wurde 1988/89 die seit 1986 in Oschersleben abgestellte 50 3708 wieder betriebsfähig hergerichtet. Das Bw Halberstadt bespannte größtenteils die Züge von Halberstadt nach Ilsenburg, Blankenburg (Harz), Magdeburg Hbf, Thale Hbf, Dedeleben, Frose (über Quedlinburg), Osterwieck, Gunsleben, Hessen und Halle, aber auch einige Züge nach Berlin-Lichtenberg und Leipzig Hbf.

Chemiewerk Coswig
Das Chemiewerk Coswig war ein wahrer Chemiegigant. Die Geschichte des Werkes, bzw. die des Ursprungs geht bis in das Jahr 1900 zurück. Alles begann mit der Firma „C.O. Wegener“, die an diesem Standort ein Zementwerk errichtete. Und dieser Standort war bewusst gewählt worden, wurde doch in Rüdersdorf auf Basis des Kalksteinvorkommens seit dem 18. Jahrhundert die industrielle Verarbeitung von Branntkalk und Zement betrieben. In einem gefährlichen Prozess wurde nach Fertigstellung des Werkes am hochmodernen Drehrohrofen bis in das Jahr 1939 Zement gebrannt, dann erwarb die Preußag im selben Jahr das Werk. Kriegsbedingt stellte man ab 1944 synthetisches Bauxit her. Nach dem Krieg demontierten die sowjetischen Besatzer das Werk komplett, ließen nur die Drehrohröfen-Anlage und leere Hallen zurück. 1950 wagte man unter dem Namen „VEB Glühphosphatwerk Rüdersdorf“ einen Neuanfang und nutzte die Drehrohröfen zur Herstellung von Futterphosphat. Das Düngemittel-Endprodukt, welches man unter dem Namen „Rükana“ (hydrothermische Entfluorierung eines Gemischs aus Rohphosphat, Phospohorsäure und Soda) als Devisenbringer vermarktete, besaß die höchste Güteklasse und war so auch für den Export in den Westen lukrativ.

Heute verfällt das Gelände. Nutzungspläne wurden ebenso verworfen wie begonnene Abbrucharbeiten – der teilweise meterdicke Stahlbeton und die enormen Altlasten ließen so manches Unternehmen an ihre Grenze stoßen. Empfehlenswert und angrenzend an das ehemalige Chemiewerk ist der „Museumspark Rüdersdorf“ mit seinen vielen technischen Bauwerken. Die Gebäude, Anlagen und Freiflächen sind für jeden Besucher und einem Eintrittspreis frei zugänglich.

Lost Hospital
Keine Beschreibung.

Praxis von Dr. Secret
Die ehemalige Urologiepraxis hatte einen eigenen Laborbereich. Auch heute findet man noch konservierte Organe, Chemiekalien und diverse medizinische Utensilien vor. Über der Praxis befindet sich einen prächtig eingerichteten Wohnbereich mit einer Bibliothek, im Keller ein Weinkeller. Heute ist es eine verlassene Ruine und wird nicht weiter genutzt.

Komplexlager 12
Das Komplexlager 12 war zur Zeit der DDR ein unterirdisches Lager der NVA in den Thekenbergen nahe Halberstadt. Die unterirdische Anlage war im Dritten Reich unter dem Tarnnamen Malachit als unterirdische Fertigungsanlage angelegt worden. Die Anlage besitzt eine Größe von etwa 67.000 m², und war damit die größte unterirdische Anlage der DDR.

Ausgeplanscht
Keine Beschreibung.

Luxushotel im Harz
Das Luxushotel wurde 1874 eröffnet. Die Zimmer waren für die damalige Zeit modern ausgestattet. Das Highight waren eine Spielbank und eine Schönheitsfarm.  Betritt man den Speisesaal, so hat man den Eindruck als seien die Hotelgäste gerade erst aufgestanden. Die Tische sind dekoriert und mit Tellern und Tassen gedeckt.

Kraftfutter Mischwerk
Das Kraftfuttermischwerk die s.g. Behrnsche Mühle liegt am Röblinsee und wurde in den zurückliegenden Jahren über den Schiffsverkehr und über einen Anschluss an das Schienennetz mit Getreide versorgt. Es beschäftigte bis zur Schließung im Jahre 1992 120 Arbeitskräfte.

Wurstfabrik Dissen
Das erste Schlachthaus der Schulte-Brüder in Dissen wurde 1903 erbaut. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion 1943-1946 eingestellt. In dieser Zeit nutzte die Wehrmacht das Gelände als Sanitätslager. Nach dem Krieg übernahm 1946 Sohn Willy Schulte den Betrieb und vergrößertet ihn permanent. Die Herstellung von Fleisch- und Wurstkonserven wurde 1956 mit ins Fertigungsprogramm aufgenommen.
 
Durch die Erweiterung wie z.B. den Erwerb einer zweiten Produktionsstätte in Dissen, stiegen die Kapazitäten 1963-1974 deutlich an. 1991 war der Kauf des ehemaligen Volkseigenen Betriebes der DDR Anhalter Fleischwaren in Zerbst bei Magdeburg und somit weiterer Ausbau der Produktionskapazitäten. 2002 erfolgte eine Übernahme von Schulte durch die zur Mühlen-Gruppe. Das Grundstück am Westring gehört der Bayerischen Gewerbebau AG. Wie die Firma jetzt erklärte, sollen alle Gebäude im September 2013 abgerissen werden.

Privatmolkerei Lindenberg
1909 eröffnete der Firmengründer Ernst Krell in Kassel einen Großhandel für Milchprodukte, 1922 erwarb er eine stillgelegte Farbenfabrik auf dem Lindenberg und schuf hier eine Molkerei, die 1932 und 1952 modernisiert wurde. Daneben wurde ein Lebensmittel-Großhandel betrieben. 2004 war das Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig und musste Konkurs anmelden.